tags: Buch, Frage, Francois-Marie Banier, Menschen, Streetphotography, strolling
Über Francois-Marie Banier bin ich beim Fotobuchsurfen gestolpert und hängen geblieben. Es blieb nicht beim surfen, sondern ein Buchkauf folgte (Francois-Marie Banier. Perdre La Tete)… und ich bin sehr fasziniert. Ganz besonders beeindrucken mich die schwarz-weiß Fotografien die er von Menschen macht. Sie sind liebevoll, humorvoll und einfallsreich. Neben der Begeisterung für seine Fotos, frage ich mich, ob er jede Person gefragt hat, ob er sie fotografieren und ihr Foto veröffentlichen darf. Ich bin eher scheu, wenn es darum geht fremde Menschen zu fotografieren. Ich will Leute nicht wie bei der Jagd abschießen, sondern fragen bzw. ihr Einverständnis haben (kann ja auch mal ein Blick genügen). Fragt man, ist die Spannung des Augenblicks oft hinnüber oder verfälscht. Macht man also erst das Foto und fragt hinterher? Was tut man, wenn man sich vielleicht später überlegt, dieFotos auch veröffentlichen zu wollen. Immer Formulare mit einer Einverständniserklärung mit sich herumtragen? Ich weiß es nicht. Ich fände aber sehr interessant wie ihr vorgeht. Wo sind eure Hemmungen, wie sprecht ihr Leute an oder fotografiert ihr nur Menschen die ihr kennt? Mich beginnt dies Thema zunehmend zu interessieren, da ich mittlerweile auch mehr Personenaufnahmen mache und da an meine ganz persönlichen Grenzen stoße . Ich selbst möchte auch nicht einfach so von jedem fotografiert werden — selbst wenn dies mit all den Fotohandies heute, mehr eine Haltung, denn eine realisierbare Forderung ist. Dennoch: ich bin aus diesem Grunde sehr sensibel, was die Aufnahme anderer, mir fremder Menschen anbelangt. Und wohl auch deshalb bin ich sehr beeindruckt, wenn es Fotografen wie Francois-Marie Banier so beeindruckend gelingt.
Und so wundert es nicht, dass ich auf seiner Website besonders die Rubriken Portraits und Anonymes spannend finde.