to w[o]ander about photography

Unru­hige Gegen­war­ten”, kön­nen sehr an– und auf­re­gend sein — wie der Sym­po­si­um­tag der “Darm­städ­ter Tage für Foto­gra­fie”, ein­drucks­voll bewie­sen hat.
Ich habe viel Neues gese­hen und gehört — mich von enga­gier­ten Künst­lern und ihren Pro­jek­ten mit­rei­ßen las­sen.
Es ging gleich gut los, mit einem Vor­trag von Julian Röder. Ein jun­ger Foto­graf, der sich sehr intel­li­gent und enga­giert mit The­men wie Kapi­ta­lis­mus, Glo­ba­li­sie­rung, den dazu­ge­hö­ri­gen Pro­test­be­we­gun­gen aus­ein­an­der­setzt. Mich hat seine Bild­reihe “Human Resour­ces” sehr beein­druckt. Auf Mes­sen, hat er Men­schen im Mes­se­zu­sam­men­hang foto­gra­fiert und dann Schrift­züge und Wer­be­ban­ner weg­re­tou­chiert. Geblie­ben sind ver­lo­rene Men­schen oder wie Anklei­de­pup­pen pro­to­ty­pi­sierte Men­schen, in einer sur­rea­len Umge­bung. Ein Blick hin­ter die Kulis­sen, indem die Kulis­sen der Ablen­kung beraubt wur­den. Auch die ande­ren Foto­se­rien sind hoch­in­ter­es­sant (“World of War­fare” — wer kommt schon mal auf eine Kriegsmesse?).

Die Foto­gra­fin Luzia Simons ist sehr bekannt durch ihre Blu­men­bil­der, direkt ein­ge­scannt, über­le­bens­groß instal­liert. Der Schwer­punkt ihres Vor­tra­ges han­delte aber von ande­ren Arbei­ten, die sehr viel direk­ter mit unru­hi­gen Gegen­war­ten zu tun haben. So zum Bei­spiel die Col­la­ge­se­rie “Tran­sit”, die sich mit Migra­tion, Iden­ti­tät, Büro­kra­tie und moder­nen Lebens­wirk­lich­kei­ten auf eine sehr sinn­li­che, ori­gi­nelle Art aus­ein­an­der setzt.

Simon Nor­folk hat zum  Abschluß noch die Bühne gerockt! Mit einem sehr enga­gier­ten, groß­ar­ti­gen Vortrag.

1 comment

Susanne Becker

Juli 16th, 2012

- Ja, eine tolle Idee das mit dem Weg­re­tu­schie­ren, — Julian Röder (ich habs mir gerade angesehen).

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