to w[o]ander about photography

Dies­mal habe ich von den Webmontag-Scribbels eine Storify-Seite erstellt. Das passt ganz gut, da ich die Din­ger ja via Twit­ter schon live ver­sen­det hatte.

Es gab an die­sem Web­mon­tag auch ein Foto­gra­fie­thema: wer an Timelapse-Fotografie inter­es­siert ist, fin­det dort einige Noti­zen zu Work­flow und Aus­rüs­tung, weil Cars­ten Wehrle dazu einen Vor­trag gehal­ten hat.

FotosMachen

Mal wie­der Lust zum “Bil­der gucken”? In Mann­heim läuft gerade die Aus­stel­lung “Die Geburts­stunde der Foto­gra­fie” in den Reis-Engelhorn-Museen. Auf­hän­ger der Aus­stel­lung ist, dass das “älteste Foto der Welt” gezeigt wird (die FAZ hat dazu einen guten Arti­kel ver­öf­fent­licht >;>;). Aber in den nur 4 Räu­men gibt es weit­aus mehr zu sehen. Das Museum wagt eine foto­gra­fi­sche Reise durch die Foto­gra­fie­ge­schichte. Einige Fotos kennt man, andere nicht. Inter­es­sant ist die Zusam­men­stel­lung und die zeit­li­che Abfolge. Wel­che Strö­mun­gen der Foto­gra­fie sich gebil­det haben usw. Man erkennt schnell, wie dem eigene Blick diese Geschichte inne­wohnt und es ist anre­gend und lehr­reich zugleich durch die Aus­stel­lungs­räume zu gehen. Gerade weil man mit die­sem Thema auch ganze Muse­ums­kom­plexe fül­len könnte, hat mir die gelun­gene, kleine Aus­wahl sehr gut gefal­len. Wer die­ses Wochen­ende doch keine Zeit hat, der hat noch bis zum 06.01.2013 die Mög­lich­keit foto­gra­fisch durch die Zeit zu reisen.

Wer nach einem lan­gen Tag noch einen lan­gen Tag vor sich haben will , der sollte am Frei­tag den 13. Juli im Klau­sen­pfad in Hei­del­berg vor­bei­schauen.
Peter Bös­sel­mann hat etwas Neues instal­liert und wird außer­dem gemein­sam mit dem “Klau­sen­pfad Cham­ber Orches­tra”  die Ver­nis­sage musi­ka­lisch eröff­nen. Nähere Infos fin­den sich hier »
Ich freue mich dar­auf und will nicht ver­säu­men euch zu emp­feh­len vorbeizukommen.

Basketball_Polagarlic_Pola

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Wer Lust auf eine neue Seher­fah­rung hat, der nehme sich  5 Minu­ten Zeit und mache das Fol­gende:
Gehe durch den Raum in dem du dich  befin­dest und schau dir einen Gegen­stand ziel­ge­rich­tet an. Dann sprich den Namen des Gegen­stan­des LAUT aus. D.h. “Name des Gegen­stan­des” ist eigent­lich falsch, denn du benennst den Gegen­stand neu [siehe Bil­der oben]. Also … du stehst im Zim­mer, zeigst auf den Stuhl, schaust ihn an und sagst dann laut “Fisch­sa­lat”. NEIN — ich will hier nie­man­den ver­äp­peln! Wenn du nach  5  Minu­ten (nicht weni­ger) mit der Übung auf­hörst, sieh dich um und achte dar­auf, wie sich die Wahr­neh­mung ver­än­dert hat. Man­che Men­schen erfah­ren eine grö­ßere Tie­fen­schärfe (so ging es mir), andere sehen Umrisse deut­li­cher, Far­ben leuch­ten­der … Es ist wirk­lich span­nend und das ganz ohne Dro­gen ;-). Ich habe bis­her noch keine genaue wis­sen­schaft­li­che Erklä­rung für die­ses Phä­no­men gefun­den. Wer etwas dazu weiß: gerne Info an mich (via Mail oder Kom­men­tar). Ich denke mir, dass man das Gehirn gehö­rig ver­wirrt und die Schaf­fung vor­ge­fer­tig­ter Bil­der (die man mit dem rich­ti­gen Begriff des Gegen­stan­des sofort im Kopf hat) nicht mehr so ein­fach geschieht. D.h. es wird inten­si­ver und frisch wahr­ge­nom­men  (aber das ist nur meine Idee zur Sache und kann völ­lig dane­ben sein). Wie auch immer, es funk­tio­niert und gibt einem einen tol­len Ein­stieg in eine Foto­ses­sion. Ich bin neu­gie­rig, was sich bei euch nach der Übung ver­än­dert. Wie wäre es mit einem Kommentar?

So, und wenn jetzt noch jemand wis­sen will, wie ich zu die­sen schi­cken Pola­ro­id­rah­men gekom­men bin, dann noch ein wei­te­rer Tipp: Der “Polanoid-Generator 3″ (nein, ich habe mich nicht ver­tippt), ist eine Samm­lung von Photoshop-Aktionen, die M. Jae­ni­cke kos­ten­los (Crea­tive Com­mons) zur Ver­fü­gung stellt. Erspart einem wirk­lich eine Menge Arbeit. Vie­len Dank auf die­sem Wege!  Down­load hier »

Unru­hige Gegen­war­ten”, kön­nen sehr an– und auf­re­gend sein — wie der Sym­po­si­um­tag der “Darm­städ­ter Tage für Foto­gra­fie”, ein­drucks­voll bewie­sen hat.
Ich habe viel Neues gese­hen und gehört — mich von enga­gier­ten Künst­lern und ihren Pro­jek­ten mit­rei­ßen las­sen.
Es ging gleich gut los, mit einem Vor­trag von Julian Röder. Ein jun­ger Foto­graf, der sich sehr intel­li­gent und enga­giert mit The­men wie Kapi­ta­lis­mus, Glo­ba­li­sie­rung, den dazu­ge­hö­ri­gen Pro­test­be­we­gun­gen aus­ein­an­der­setzt. Mich hat seine Bild­reihe “Human Resour­ces” sehr beein­druckt. Auf Mes­sen, hat er Men­schen im Mes­se­zu­sam­men­hang foto­gra­fiert und dann Schrift­züge und Wer­be­ban­ner weg­re­tou­chiert. Geblie­ben sind ver­lo­rene Men­schen oder wie Anklei­de­pup­pen pro­to­ty­pi­sierte Men­schen, in einer sur­rea­len Umge­bung. Ein Blick hin­ter die Kulis­sen, indem die Kulis­sen der Ablen­kung beraubt wur­den. Auch die ande­ren Foto­se­rien sind hoch­in­ter­es­sant (“World of War­fare” — wer kommt schon mal auf eine Kriegsmesse?).

Die Foto­gra­fin Luzia Simons ist sehr bekannt durch ihre Blu­men­bil­der, direkt ein­ge­scannt, über­le­bens­groß instal­liert. Der Schwer­punkt ihres Vor­tra­ges han­delte aber von ande­ren Arbei­ten, die sehr viel direk­ter mit unru­hi­gen Gegen­war­ten zu tun haben. So zum Bei­spiel die Col­la­ge­se­rie “Tran­sit”, die sich mit Migra­tion, Iden­ti­tät, Büro­kra­tie und moder­nen Lebens­wirk­lich­kei­ten auf eine sehr sinn­li­che, ori­gi­nelle Art aus­ein­an­der setzt.

Simon Nor­folk hat zum  Abschluß noch die Bühne gerockt! Mit einem sehr enga­gier­ten, groß­ar­ti­gen Vortrag.