to w[o]ander about photography

what a gla­mo­rous night­st­roll this was

Nein, ich kann nicht. Ich kann das nicht schrei­ben. Den Satz: “Ich bin schwarze Roman­ti­ke­rin, weil …” ergän­zen. Klappt nicht, geht nicht. Dabei würde ich so gerne, denn schließ­lich ist das der Auf­hän­ger der Blog­pa­rade vom Stä­del­mu­seum. Aber brrrr, all die Düs­ter­heit, das Gru­seln und der Wahn­sinn. Natür­lich alles in mir — bin ja Mensch. Aber eine schwarze Roman­ti­ke­rin ist für mich eine, die poeske Sze­na­rien ent­wirft, Hor­ror­filme dreht, apo­ka­lyp­ti­sche Sze­nen insze­niert und ganz Gothic oder Mary­lin Man­son ist … Da bin ich raus — auf jeden Fall als ganz und gar “Sei­ende”. Ich könnte mich auf temporäre-schwarz-romantische-Phasen eini­gen, so hin und wie­der. Zum Bei­spiel, wenn ich an einer Bil­der­reihe zum Thema Angst arbeite:

Angst 01

(…)

instagram wolkeninstagram karteinstagram Restaurant Abstrakt

Ins­ta­gram als pho­to­gra­phi­sche Notiz.
Freier Spiel­raum, aus dem Neues ent­ste­hen kann.
Ins­ta­gram als Lücken­fül­ler ster­ben­der ana­lo­ger Film­ent­wick­lung.
Ins­ta­gram als ein wei­te­rer Raum sein Haus­tier, sein Essen und seine Füße zu foto­gra­fie­ren.
Ins­ta­gram als Selbst­dar­stel­lung. Ins­ta­gram als Anre­gung. Ins­ta­gram als visu­el­les Tagebuch.

So viele Mög­lich­kei­ten — und wie immer im Netz, es gibt vir­tuose Nut­zungs­mög­lich­kei­ten und Trash, Trash, Trash.
Mir ist manch­mal nach Ins­ta­gram, wenn ich irgendwo warte und Zeit habe mit dem iPad zu spie­len. Die Ergeb­nisse sind mal so und so. Manch­mal kommt dabei etwas wirk­lich inter­es­san­tes her­aus und manch­mal sende ich auch ein Fuß­foto oder ande­ren Scha­ber­nack, den die Welt nicht unbe­dingt braucht. Aber über Spie­le­rei ent­steht auch Neues und so kann ich dem ins­ta­gram­meln durch­aus etwas abge­win­nen. Lei­der wurde die Firma an face­book ver­kauft, was ein schlech­tes Signal ist. Manch­mal ist einem auch bei der Durch­sicht der Bil­der­flut nach ins­ta­Grum­meln und dann kommt die­ses Video von Julia Mat­ti­son gerade recht:

 

Der Erfolg von Ins­ta­gram liegt in der Mischung, die Smart­pho­no­gra­fie auf­zu­wer­ten und gekonnt ein­zu­set­zen (sam­meln, sich zei­gen, geli­ked wer­den — das volle Pro­gramm) und im Retro­look, der bei der uns umge­ben­den Bild­per­fek­tion ein ent­spann­tes Gefühl ver­mit­telt. Diese Locker­heit, gepaart mit der Spon­ta­ni­tät des Han­dies ist ver­lo­ckend. Die Sehn­sucht nach uner­war­te­ten Bil­d­er­geb­nis­sen, die durch die Fil­te­rei bei Ins­ta­gram und mitt­ler­weile vie­len ande­ren Foto­be­ar­bei­tungs­pro­gram­men befrie­digt wird, sollte uns aber nicht daran hin­dern, immer mal wie­der die ana­lo­gen Kame­ras zu schul­tern und uns erneut auf “war­ten” und “über­ra­schen” einzulassen.

 

So, heute mal kein Foto — weil ich herum­ex­pe­ri­men­tiert habe. Der Ver­such eine Ver­an­stal­tung mal skiz­zen­haft via iPad zusam­men zu fas­sen.
Hier das Ergeb­nis — just a try.
Wich­tige Vor­raus­set­zun­gen für den Webmontag:

wmfra äpplermobil

Ers­ter Talk von Jan Eggers — (…)

Spie­le­rei